PASKUDNIK  - Rechercheprojekt/Solo-Performance   

AUG 2020

(dt)
In Zusammenarbeit mit Cäcilia Wosnitzka und Natalie Pielok zeichnet Tobias Malcharzik die Migrationsroute ihrer Familie vom schlesischen Dorf Maków ins niedersächsische Marienwerder rückwärts nach. Ausgangspunkt ist der Begriff ‚Paskudnik‘, mit dem der Großvater Männer bezeichnete, die er als schwach wahrnahm – oder das Enkelkind, wenn dieses den Teller nicht aufessen wollte. Was das Wort genau bedeutet? Unklar. Der Großvater ist tot und der Vater kann sich nur vage erinnern. Für die Recherche werden Stationen der Migrationsroute aufgesucht, um die Familienerinnerung durch aktuelle Erzählfragmente zu erweitern, Identitätskonstruktionen zu befragen und Paskudnik als erinnerungspolitische und postmigrantische Drag-Figur zu beschwören.

gefördert durch den Fonds Darstellende Künste

(eng)
In collaboration with Cäcilia Wosnitzka and Natalie Pielok, Tobias Malcharzik will go on a research trip entitled PASKUDNIK, which traces the migration story & route of their family from the village Maków in Silesia to Marienweder in Lower Saxony backwards. Starting point of this research is the word 'Paskudnik'. A term their grandfather used to call men who he characterized as weak or his grandchild if it did not want to finish the meal. The exact meaning of this term is unclear. For this project different places of the migration route will be visited to extend the family memory with current story fragments, to question the construction of identity and to conjure Paskudnik as a memory-political and postmigrant drag persona.

funded by Fonds Darstellende Künste